RU 3. Das Mysterium U7-Bewerb

Lindabrunn. Jänner 2011. Patrik Schuch ist einer der Vortragenden auf der Jugendleiterschulung, an der ich mit ca. 20 anderen Kollegen teilnehme. Im Rahmen seines Vortrages erzählt uns Patrik von seiner neuen Idee, die er im nächsten Jugendausschuss vorbringen möchte. Continue reading

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RU 2. Die Förderung des Mädchenfussballs

Gemäß den Regeln dürfen Mädchen bis zur U15 bei Bubenmannschaften mitspielen, wobei sie bis zur U14 sogar ein Jahr älter sein dürfen. Nichtsdestotrotz kann es gute Gründe für eine eigene Mädchenmannschaft geben. Continue reading

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RU 1. Die Motivation

Als Nachwuchstrainer und Jugendleiter eines Vereines kommt man doch einiges herum. Spiele, Terminsitzungen, Jugendleitersitzungen, Trainerlehrgang, Fortbildungen, … sind alles viele Möglichkeiten mit anderen Trainern und (Vereins- wie Verbands-)Funktionären Gedanken, Meinungen und Geschichten auszutauschen. Continue reading

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Sitzung des Jugendausschusses des NÖFV

Die am Dezember 2011 angesetzte und dann kurzfristig verschobene Sitzung des Jugendausschusses findet nun am 31.1. um 15:00 in Lindabrunn statt.

Die Absage soll entgegen früheren Informationen krankheitsbedingt erfolgt sein.

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Der Messias, the “lame duck” oder der böse Hänsel?

Rückblende

Neben der zunehmenden sportlichen Kritik musste Teamchef Didi Constantini vermehrt Kritik wegen seines Umganges mit den Medien einstecken. Unrühmlicher Höhepunkt war sicherlich die abgebrochene Pressekonferenz mit anschliessender Journalistenbeschimpfung (“Trottelsager”). Es folgte der Rücktritt Constantinis (letztlich auf Raten) und die Bestellung von Marcel Koller als Nachfolger ab 1.11.2011.

Bei geschätzten 8 Millionen Teamchefs, die Österreich hat, war relativ klar, dass die Nachbesetzung intensiv diskutiert, unzählige Namen genannt und verteufelt (“Oh, Gott, der oba net”) werden. Das Interessante an dieser Bestellung war allerdings, dass

  • sie nicht nur eine Personendiskussion, sondern auch eine auch Systemdiskussion wurde
  • die Front zumindest teilweise eine Bruchlinie in den Medien darstellte (Oldmedia vs. Newmedia)
  • die Sachlichkeit der Diskussion sehr rasch litt, und es damit in meinen Augen sehr bald zu einer Schwarz-Weiss-Diskussion kam

Der Name Marcel Koller kam ob des öffentlichen Name-Droppings für viele überraschend, und die scheinbaren, vielfach genannten Favoriten (Foda, Rehagel, Daum, Gludovatz, …) gingen leer aus. Das war möglicherweise ein Punkt der zur Eskalation der Diskussion beigetragen hat, da die Befürworter einer anderen Lösung am falschen Fuss erwischt wurden. Legendär in diesem Zusammenhang ist die ORF-Diskussionsrunde (verlinkt bei 90minuten.at (dank an HerrNoiza für den Hinweis).

Wenn ein Herbert Prohaska in seiner Kolumme in der Krone Marcel Koller mit den Worten

Seine Erfolge als Spieler sind unbestritten, jene als Trainer liegen lange zurück, zuletzt ist er in Deutschland zweimal entlassen worden.

begrüßte, gleichzeitig aber Kurt Jara als gute Alternative bezeichnete, dann war das mehr als kurios. Kurt Jara ist lt. Wikipedia als Trainer bei seinen letzten 3 Stationen wegen Erfolgslosigkeit (2003 HSV, 2005 Kaiserslautern) bzw. aus anderen Gründen (2006 Salzburg) entlassen worden.

Aber auch auf der anderen Seite war die Argumentation nicht immer ganz treffsicher, wenn in regelmäßiger Falschheit die Kritiker der Bestellung Kollers (merke: nicht “Kritiker Kollers”) als “78er Seilschaft” oder “Cordoba Connection” (wie mehrfach in den Kommentaren zu Blumenaus Fußball-Journal z.B. hier) bezeichnet wurde. Wohltuend hob sich hier der Kommentar Philip Bauers ab.

Spätestens dann, als die Diskussion bei Kommentaren der Art

Wie die Havara-Partie um Prohaska – Herzog sich aufregt! Daran erkennt man aber leicht, dass eine richtige Entscheidung beim ÖFB getroffen wurde.

angelangte, war klar, dass die Zeit einer differenzierteren Sicht der Dinge vorbei war. Die unsachlich vorgetragene Kritik, in vielen Punkten war sie auch tatsächlich unsachlich, führte in meinen Augen zu einer – jedenfalls zu hinterfragenden – Überhöhung des neuen Teamchefs und insbesondere seines Erfinders, Willi Ruttensteiner.

Unter der Überschrift Wie beschwerlich war der Reform-Weg Ruttensteiners? hiess es da in der Kolummne von Gerald Gossmann “Qualitätsjournalismus für Qualitätsfussball”:

Wer Willi Ruttensteiner befragt kriegt Antworten. Wer nachfragt kriegt die Wahrheit. Ruttensteiner scheiterte mit seiner Strukturreform jahrelang an Fortschrittsverweigerern und falscher Bescheidenheit. Eine Skizze, die zeigt wie beschwerlich der Weg Ruttensteiners war, den ÖFB in die Neuzeit zu führen.

Ganz abgesehen davon, dass ich mit Formulierungen der Art “wer nachfragt kriegt die Wahrheit” so meine Probleme habe (wegen ihrer Pauschalität), entsteht da für mich der Eindruck, dass da jemand messiasartig (“führt den ÖFB in die Neuzeit”) auf das Schild gehoben werden sollte, und in einem Aufwaschen auch gleich mögliche kritische Fragen an Ruttensteiner (“so lange im Verband und erste jetzt kommt die Reform?”) vom Tisch gewischt (“es waren die bösen Fortschrittsverweigerer”) werden sollten.

Fragen an Ruttensteiner, ob seiner von ihm zu verantwortenden Erfolge gabs genug. Alleine sie wurden nicht gestellt. Klar, ist es seltsam, wenn ein Sportdirektor keine Kompetenz für einen A-Teamchef hat. Nur, er hatte Kompetenz für den gesamten Nachwuchsbereich und viele seiner (!) Nachwuchsteamchefs stehen in der massiven Kritik so mancher der 8 Millionen Teamchefs. Ein Manfred Zsak, der zuvor U21-Teamchef war und massiv für das seinerzeitige Entscheidungsspiel gegen Finnland in der Kritik stand, wird als Cotrainer abgesetzt und ihm wird die Nachfolge von Thomas Janeschitz angeboten. Wo ist da der neue Trainings-/Trainerstil zu erkennen, der mit Marcel Koller kommen sollte, und durchgängig auch in den Nachwuchsmannschaften gelten sollte?

Die Verantwortung Ruttensteiners für den “österreichischen Weg” und die konkreten Konsequenzen auf die tägliche Arbeit der vielen Nachwuchsbetreuer in den kleinen und mittleren Vereinen wurde und wird nicht hinterfragt (Vielleicht schreibe ich dazu noch einmal was).

Ich habe damals Kollers Auftreten und Handeln als positive Entwicklung wahrgenommen und tue es noch. Über Ruttensteiners Rolle war ich mir damals schon nicht sicher und bin es immer noch nicht.

Ruttensteiner, der Messias?

Der konkrete Anlass

In der bereits erwähnten ORF-Diskussionsrunde trat auch Werner Gregoritsch auf und tat sich nun nicht gerade als Verteidiger Kollers auf. Im Rahmen einer Trainerfortbildung, bei der Gregoritsch vortrug, wurde er angesprochen, ob er den vakanten Posten des U21-Teamchefs übernehmen wolle.

Der erste Gedanke, als ich von der Bestellung Gregoritsch’ erfuhr, war:

Und was sagt uns das über Ruttensteiner, der mit Kollers Bestellung zum “Messias” erhoben wurde?

Da waren sie wieder, meine Zweifel. wuchale vermutete, dass es sich um einen Deal handle:

krieg ich den koller, kriegt ihr ‘einen von euch’, wenn die u21 frei wird … nur so ein Gedanke

Auch die Theorie der Konterrevolution war zu lesen (12terMann_AT):

Die Gregoritsch-Bestellung riecht sehr stark nach Konterrevolution im ÖFB. Das Haberer-Imperium schlägt zurück…enttäuschend.

Das Interview von Werner Gregoritsch, das er sportnet.at gegeben hat, gewährt so manche Einblicke.

Von einer einheitlichen taktischen Linie in allen Nationalteams nach Vorgabe des A-Trainers hält er nichts. War das nicht eines der Argumente für die Strukturreform?

Die Frage, ob er sich mit Koller auf einer Wellenlänge fühle, beantwortet er mit “ja, wir haben 2000 schon gegeneinander gespielt”. Hä?

Und interessant ist, dass sich sein Vertrag unabhängig vom sportlichen Erfolg und unabhängig von der Zusammenarbeit der Teamchefs untereinander verlängert, wenn Österreich die EM 2015 ausrichtet.

Sollte Ruttensteiner tatsächlich seinen Wunschkandidaten Koller nur aufgrund “fauler” Kompromisse durchgebracht haben? Ist er ein Sportdirektor, der auch nach der Strukturreform nur am Papier die Macht hat Dinge zu bewegen und verändern?

Ruttensteiner, the “lame duck”?

Die Geschichte vom bösen Hänsel, der bösen Gretel und der Hexe von Paul Maar

Und dann ist da noch diese spezielle Märchenversion, die mir nicht aus dem Kopf geht. Paul Maar erzählt Hänsel und Gretel auf eine neue Art und Weise, die einem lehrt, dass dieselben Fakten im Umfeld eines völlig anderen Kontextes eine völlig konträre Geschichte ergeben.

Da wird zum Beispiel aus der Sache mit dem Knochen, mit dem Hänsel und Gretel ihre Magerheit vortäuschen im einen Kontext eine Schutzhandlung und im anderen Kontext eine böse List, mit der sich die beiden noch länger im Haus aufhalten wollen.

Die Fakten im Fall Ruttensteiner sind wohl ausser Streit:

  • Koller ist seine Erfindung
  • Die Zuständigkeit für die U-Nationalteams hat er wohl schon länger, und nicht erst seit kurzem
  • So manche aktuell und in der Vergangenheit tätige U-Teamchefs passen nicht zu dem Konzept, dass Koller als Beispiel eines Trainer neueren Typs signalisieren soll
  • Insbesondere die Bestellung Gregoritsch angesichts der Vorgeschichte bei der Bestellung Kollers wirft viele Fragen auf

Warum wurde nicht Paul Gludovatz Trainer? Er hatte nachweislich Erfolg im Nachwuchs, er zeigt gereade mit Ried, was er für ein erstklassiger Trainer ist, und er kennt den ÖFB in- und auswendig, und mit ihm wurde letzlich doch auch gesprochen. Ein möglicher Kontext, in den all das reinpassen könnte, wurde schon mehrmals artikuliert. Allerdings zu einem Zeitpunkt und in einem Umfeld, in dem eine differenzierte Sicht der Dinge -wie schon erwähnt – kaum Chance auf Wahrnehmung hatte. So sehr Herbert Prohaska mit so manchem bei Kollers Bestellung daneben gegriffen hat, mit dem hat er vielleicht recht:

Es entsteht der Eindruck, dass jener Trainer ausgewählt wurde, der am meisten bereit war, mit Willi Ruttensteiner zusammenzuarbeiten. Ein Großteil der Trainer will die volle Verantwortung übernehmen. Man arbeitet eng mit dem Trainerteam und den Physiotherapeuten zusammen, aber nicht mit dem technischen Direktor.

Hätte Gludovatz Ruttensteiners Strukturreform vielleicht nicht akzeptiert? Und Marcel Koller, der vielleicht endlich wieder ein Engagement haben wollte, schon?

Vielleicht ist ja Marcel Koller (und seine ersten Handlungen deuten in diese Richtung) der Glücksgriff für den österreichischen Fußball. Aber vielleicht waren Ruttensteiners Motive ganz andere, als man uns ganze Zeit weismachen will. Vielleicht hat er einfach die Gunst der Stunde genutzt, um für sich einen Vorteil/Macht/Kompetenz rauszuholen. Dafür, ob sein Motive in einer nachhaltigen Strukturreform liegen, gibts genügend Zweifel.

Ruttensteiner, der böse, machtorientierte Hänsel?

Conclusio

Ich bin mir noch nicht sicher, was Ruttensteiners Rolle wirklich ist. An der Rolle des heldenhaften Messias habe ich meine Zweifel. Und Du/Sie?

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Absage des Jugendausschusses des NÖFV

Für den 15.12.2011 war eine Sitzung des Jugendausschusses des NÖFV geplant. Eine derartige Sitzung findet üblicherweise meines Wissens 2x im Jahr statt. Die Vertreter im Jugendausschuss sind dabei Jugendausschuss.

In einigen Jugendhauptgruppen wurden kurzfristig davor Sitzungen abgehalten, um eine Linie der jeweiligen JHG zu einzelnen Spielformen abzuhalten. Unter anderem fand am 13.12.2011 eine solche der JHG Nord im Beisein von Patrik Schuch statt.

Sehr kurzfristig wurde die Jugendausschusssitzung von 15.12.2011 in den März 2012 verschoben. Die Begründung dafür lautet, dass bis zum 15.12. noch nicht alle JHGs ihre Hauptversammlungen mit Neuwahlen des Vorstandes abgeschlossen hätten und man die Sitzung gerne danach machen möchte.

INteressant, dass man da wenige Tage vor der Sitzung draufkommt, obwohl die diversen Hauptversammlungen seit Monaten terminisiert sind.

Interessant dabei ist weiters, dass damit (Verschiebung auf März) Änderungen in den Spielformen, wie sie so manche Vereins- und JHG-Vertreter gewünscht haben und die am 15.12. thematisiert werden sollten, damit nicht mehr rechtzeitig für der Frühjahrssaison diskutiert, geschweige denn beschlossen werden können.

Ein Schelm wer dabei böses denkt?

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Geschützt: Patrik Schuck im Interview mit NÖ-Sport

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U12 Regelwerk 2011/2012

Bei der U12 gibt es die geringsten (oder keine) Änderungen, die Meisterschaft wird wie bisher im Play Off – System gespielt. Die Spielzeit beträgt 2 x 30 Minuten, die Grundaufstellung 8+1. Die Spiele werden über das Onlinesystem abgewickelt und es wird ein Verbandsschiedsrichter gestellt.

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U11 Regelwerk 2011/2012

Die U11 im Jahr 2011/2012 wird nach im Play Off – System nach den Ergebnissen der U10 gespielt. Die Spielzeit beträgt 2 x 30 Minuten, die Grundaufstellung 8+1. Die Spiele werden über das Onlinesystem abgewickelt und es wird ein Verbandsschiedsrichter gestellt.

In der Saison 2012/2013 wird die U11 im Herbst nach regionalen Gesichtspunkten eingeteilt, im Frühjahr 2013 beginnt danach das Play Off-System.

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Allgemeine Probleme mit dem Zeitablauf

Wenige Tage vor Nennschluss wurde auf der Homepage der JHG Nord Änderungen im Spielmodus für diverse Altersstufen angekündigt. Eine Ankündigung, die deutlich mit “wahrscheinlich” gekennzeichnet wurde.

Mag sein, dass das in anderen Regionen (Nieder-)österreichs anders ist. Wir als kleiner Ort bez. Gemeinde (ca. 1500 Einwohner) leben nicht in der einer Situation, wo uns die Kinder in Massen die Türe einlaufen und die Nachwuchstrainer Schlange stehen.

Nachwuchsarbeit besteht daher nicht nur darin, Kinder zu trainieren, Turniere, Meisterschaftsspiele zu organisieren und auszutragen. Sie besteht auch darin, Kinder zum Verein zu bringen. Und auch Erwachsene zum Verein zu bringen. Zu meist sind es dann Eltern und/oder Verwandte die, die Betreuung einer Nachwuchsmannschaft übernehmen. Manchmal gelingt es auch aktuelle oder ehemalige Spieler für die Tätigkeit zu gewinnen.

Aber sie müssen gewonnen, überzeugt werden. (Praktisch) jeder macht diese Tätigkeit ehrenamtlich in seiner Freizeit und geht einer geregelten Erwerbstätigkeit nach. Oftmals geschieht das nicht im Ort, vielleicht ist es ja auch ein Pendler nach Wien. Da gehört schon eine gehörige Portion Idealismus und Zeitmanagement dazu, das unter einen Hut zu bringen.

Wenn ich als Verein im Juni eine Nachwuchsmannschaft nenne, und weiss, dass diese Nennung für die gesamte nächstjährige Saison gilt, dann muss ich als Verein einen Trainer dafür haben, ich muss ausreichend Spieler dafür haben, und ich muss die Sicherheit (die es eh nicht gibt) haben, dass das für eine ganze Saison so bleibt. Klar, kann ich ein Spiel ausfallen lassen, wenn der Trainer beruflich keine Zeit hat. Aber dafür zahlt der Verein Strafe. Klar kann ich eine Mannschaft zurückziehen, weil einige Spieler das Interesse verloren haben. Aber dafür zahlt der Verein Strafe.

Mannschaften auf die Beine zu stellen, einen Trainer dafür zu haben, all das kostet Zeit und Arbeit. Es kostet aber vor allem Vorlaufzeit. Die Sicherheit, Nachwuchsarbeit und Job unter einem Hut zu bringen, bekommt man in meinen Augen nur, wenn man es einige Zeit gemacht hat. Ein “Des wird scho geh” ist vielleicht schnell dahingesagt.

Auch bei Kindern ist man nie gefeit davor, dass sie aufhören. Aber wenn jemand – insbeondere in den jüngeren Jahren – über längere Zeit mit Spass und Freude zum Training kommt und bei Freundschaftsspielen mitmacht, ist die Wahrscheinlichkeit höher, dass es die Saison durchspielt als wenn das Kind ein-, zweimal bei einem Schnuppertraining mitmacht.

Und wenns dann an die Nennung der Mannschaft geht, wenns um die Anmeldung der Kinder bei Fußballverband geht, wollen natürlich alle (Trainer und Eltern) wissen, worauf sie sich einlassen.

Tja, und dann sagst Du als Jugendleiter – aus der Erfahrung der vergangenen Jahre – dass das zB in der U7/U8 4-5 Turniere pro Halbjahr bedeutet. Die Eltern können damit beruhigt werden, da sie befürchtet haben, dass das für ihre Kinder (kommen im Herbst in die Schule, machen neben Fussball noch dies und das) zu viel wird. Du hast jemanden gefunden, der zwar gerne eine Nachwuchsmannschaft betreuen würde, dir aber gleich mitgibt, dass er nicht jede Woche Meisterschaft spielen kann. Gut, kein Problem, die U7/U8 spielt praktisch eh nur jede 2. Woche (Herbstsaison) bzw. 3. Woche (Frühjahrsaison).

Tja, und dann stellst Du 10 Tage vor Nennschluss fest, dass plötzlich von – möglicherweise – 8 Turnieren bei der U8 die Rede ist. Im September und Oktober 8 Turniere! Gut, möglicherweise. Und die U7 gibts gar nicht mehr. Also, wer weiss das? Du fragst. Du suchst. Bekommst Erklärungen, die mehr Fragen aufwerfen, als sie klären. Stunden, Tage verrinnen. Der Nennschluss rückt näher. Mannschaft nennen oder nicht?

Und dann erfährst Du, dass die neuen Regeln erst nach Nennschluss beschlossen werden sollen. Ende. Aus.

Canossagang zum Trainer und zu den Eltern. Manche reagieren verständnisvoll, manche verärgert, weil sie glauben ich hätte “Gschichltn” erzählt. Monate vorbereitender Arbeiten unnötig investiert.

Als die Hauptgruppe Nord in einer ausserordentlichen Generalversammlung im März (?) 2010 über eine neue (alte) Klassenstruktur ab der 1. Klasse Nord abgestimmt hat, war völlig klar, dass die Neuregelung erst für die übernächste Saison (dh 2011/2012) gilt. Begründung: Es muss vor Beginn der Saison der Abstiegsmodus klar sein, womit eine Neuregelung bereits für 2010/2011 ausgeschlossen war.

Aber beim Nachwuchs kann man es ja machen. Ein “Scheiss di net au, is jo nur der Nachwuchs” habe ich auch schon zu hören bekommen.

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